Neue Hauswirtschafterinnen im Unterallgäu

Gruppenbild Absolventinnen der Abschlussprüfung Hauswirtschaft mit Margot Walser und Ursula BronnerZoombild vorhanden

Absolventinnen 2018

Wissen und Geschick zeigten die Absolventinnen der Landwirtschaftsschule Mindelheim, Abteilung Hauswirtschaft und der Berufsfachschule Memmingen bei der Abschlussprüfung 2018 als Hauswirtschafterin. Unter 113 Prüflingen aus dem gesamten Allgäu erreichten die Unterallgäuerinnen hervorragende Plätze.
Bei der Freisprechungsfeier im Sommer 2018 stellte Gertrud Epple, Bildungsberaterin am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten, die Ausbildung und die verschiedenen Abschnitte der schriftlichen und praktischen Prüfung vor: Von der Speisenzubereitung über die Gestaltung und Reinigung des Wohnumfelds, von der Blumenpflege bis zur Reinigung und Pflege von Textilien, von der situationsgerechten Betreuung von Personen bis zur Planungskompetenz.
Stellvertretende Landrätin Gertrud Knoll gratulierte im Namen aller Allgäuer Landkreise und betonte den gesellschaftlichen Stellenwert von Hauswirtschaft: "Hauswirtschaft sorgt jeden Tag dafür, dass das Leben gelingt und beeinflusst die soziale Kompetenz künftiger Generationen!"
Gesellschaft braucht mehr hauswirtschaftliche Kompetenz
Auch Ulrike Kluge, Vertreterin des Bayerischen Landesausschusses für Hauswirtschaft, zeigte auf, wie wichtig hauswirtschaftliches Know-how bei der Versorgung und Betreuung zum Beispiel von Kindern und Senioren ist. Nicht nur im Privathaushalt, sondern auch in Kantinen, Schulverpflegung, Gastronomie und in Heimen werde Hauswirtschaft immer mehr gebraucht. Eine Hauswirtschafterin habe gelernt, auf besondere Bedürfnisse einzugehen: zum Beispiel komme die Verpflegung aus dem Seniorenheim bei Kindern nicht gut an und sei auch nicht an deren ernährungsphysiologischen Bedarf angepasst. Gerade bei der Betreuung leisten hauswirtschaftliche Fachkräfte nach Aussage Kluges im Bereich Hygiene, Gesundheitsvorsorge und Alltagskompetenz zusammen mit den Pädagogen einen wertvollen Beitrag. Es fehle auch nicht an Weiterbildungsmöglichkeiten: von der Meisterin, Fachlehrerin bis zum Studium der Ernährung und Versorgung stünden viele Wege offen.

Hauswirtschaft als zweiter Beruf

Streitel Cornelia Absolventin Abschlussprüfung Hauswirtschaft 2018
Cornelia Streitel ist gelernte Verwaltungsfachfrau. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann und vier Kindern auf einem Bauernhof in Daxberg bei Erkheim. Ihre hauswirtschaftliche Qualifikation erweiterte sie im Studiengang Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule Memmingen und absolvierte anschließend den Berufsabschluss als Hauswirtschafterin. In der Fachschule interessierte sie sich besonders für die Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis und für die Lehrfahrten zu landwirtschaftlichen Betrieben. Durch den Blick hinter die Kulissen in Begleitung der Lehrkräfte erwarb sie als Bäuerin und als Verbraucherin Hintergrundwissen. Sie freut sich, dass sie die Zeit für den Besuch der Fachschule noch aufbringen konnte, bevor ihr zweiter Sohn eine Ausbildung beginnt.